kunstwette.ch

fertig lustig!

„Fertig lustig! Der Gesetzesbruch als Teil eines Kunstwerkes“
Do. 16.2.2012, 20:00 Uhr, Cabaret Voltaire

Wenn KünstlerInnen anhand ihrer Kunstwerke mit dem Gesetz in Konflikt geraten, dann hört für Viele der Spass auf. Dabei gibt es die unterschiedlichsten Beweggründe, weshalb in einem künstlerischen Prozess das Gesetz mehr oder weniger bewusst geritzt oder gar gebrochen wird. Anhand konkreter Beispiele, wie etwa kunstwette.ch oder Boutique Damani, analysieren und diskutieren KünstlerInnen und andere Fachleute zusammen mit dem Publikum die Problematik des Gesetzesbruchs als Teil eines Kunstwerks.
B
eteiligte: Sandra Frimmel, Bruno Glaus, Roland Wagner, Künstlerinnengruppe / Aktion „die rote Linie“, Moderation: Stefan Wagner, Organisation: Philipp Meier, Marina Belobrovaja.

Bruno Glaus / Anwalt und Sammler

Bruno Glaus arbeitet seit mehreren Jahren publizierend und vermittelnd zum Thema ‚Kunstrecht‘ und war als Verteidiger an mehreren juristischen Fällen zwischen Kunst und Gesetz beteiligt. In seinem gemeinsam mit Peter Studer veröffentlichten Buch „Kunstrecht“ geht er u.a. der Frage nach: ‚Was DARF Kunst?‘. Im Rahmen seines Referates hat Bruno Glaus diese Frage anhand einiger kontroverser Beispiele (u.a. von Cabaret Voltaire) aus der juristischen Perspektive diskutiert.

Sandra Frimmel/ Kunsthistorikerin und Literaturwissenschaftlerin

Sandra Frimmel befasst sich seit mehreren Jahren mit der Erforschung der Bedingungen sowjetischer und russischer Kunstproduktion u.a. in Verbindung mit den Vorgängen in der staatlichen Rechtspraxis, ihrer besonderen Dialektik und Inszenierung. In ihrem Referat hat sie Gemeinsamkeiten und Unterschiede des Zensurbegriffs im Kontext der künstlerischen Produktion in Ost und West diskutiert.

Roland Wagner / Künstler und Manager
Vor rund 26 Jahren starb der Zürcher Unternehmer Artur Bezzola während eines Sexspieles mit zwei Frauen. Sein Neffe ist der Künstler Roland Wagner, der diesem Kapitel seiner Familiengeschichte künstlerisch nachgeht. Zum einen macht er den nicht zu Ende aufgeklärten Tod zum Thema des Kunstprojektes. Zum anderen setzt er bei der intensiven Öffentlichkeitsarbeit rum um das Kunstprojekt auf Skandal.



Künstlerinnengruppe / Aktion „die rote Linie“

Im Rahmen einer Veranstaltung der Hochschule Luzern Design&Kunst zu Ehren Ai Weiwei’s, der aufgrund seiner Verhaftung im Frühjahr 2011 nicht persönlich erscheinen konnte, führte eine Künstlerinnengruppe eine anonyme Aktion durch, die zum einen die pseudokritische Haltung der Gastgeberinstitution in Frage stellen, zum anderen das besondere Ordnungsbewusstsein der Stadt Luzern vorführen sollte, was ihr auch vollumfänglich gelang. Die Aktion wurde am Abend von Philipp Meier vorgestellt, da die Künstlerinnengruppe darauf angewiesen ist, ihre Anonymität u.a. aufgrund des noch laufenden Verfahrens bei der Luzerner Polizei, aufrecht zu erhalten.


Ausschnitte aus der Podiumsdiskussion

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